Nicht jede Selbstständigkeit braucht einen Laden, eine Werkstatt oder ein Büro, viel Startkapital oder gleich ein Team im Hintergrund. Viele erfolgreiche Geschäftsmodelle lassen sich heute ganz bequem von zuhause aus starten – ob im Arbeitszimmer, in der Küche oder (wenn es sein muss) sogar in der Garage. Das gibt dir nicht nur mehr Flexibilität im Alltag, Stichwort Work-Life-Balance, sondern vielleicht auch endlich den idealen Rahmen, um deine Fähigkeiten gezielt einzusetzen.
In dieser Übersicht findest du vielfältige Geschäftsideen für die Selbstständigkeit von Zuhause aus:
angefangen bei kreativen DIY-Produkten über digitale Dienstleistungen bis hin zu Beratung, Technik oder Bildung. Jede Idee ist kurz erklärt – mit Blick auf typische Aufgaben, Zielgruppen oder Einstiegsmöglichkeiten.
Sophia, Steuer-Coach bei Accountable hat die interessantesten Jobs für uns aufgelistet. Lass dich inspirieren – und vielleicht ist ja genau die Idee dabei, mit der du dein eigenes Business startest oder weiterentwickelst!
Ob Logo, Social-Media-Vorlage oder Pitchdeck – gutes Design ist gefragt wie nie. Als freie:r Grafikdesigner:in kannst du ortsunabhängig arbeiten und dir mit wiederkehrenden Kund:innen (z. B. Agenturen, Startups oder Einzelunternehmer:innen) eine stabile Auftragslage aufbauen. Tools wie Canva, Affinity oder Adobe helfen dir dabei, schnell und professionell zu liefern.
Du hast ein Talent für kreative DIY-Projekte? Dann mach daraus ein Geschäft! Über Plattformen wie Etsy oder einen kleinen eigenen Shop kannst du selbstgemachte Produkte wie Kerzen, Makramees, Papeterie oder Schmuck verkaufen – individuell, persönlich und oft mit viel Storytelling verbunden. Ideal für alle, die gerne mit den Händen arbeiten und einen Sinn für Ästhetik haben.
Ob als digitales Portrait, Cover-Art oder Visual für eine Marke – gezeichnete oder digital illustrierte Einzelstücke liegen im Trend. Wenn du zeichnerisches Talent hast, kannst du deinen Stil entwickeln und z. B. auf Instagram zeigen. Die Aufträge kommen oft direkt über Social Media oder über spezialisierte Plattformen wie Fiverr oder behance.
Mit einfachen Mitteln lässt sich zuhause ein kleines Textilatelier aufbauen – z. B. für den Druck von T-Shirts, Beuteln oder Kunstdrucken. Wenn du Spaß an Farben, Stoffen und Motiven hast, kannst du als angehende:r Modedesigner:in deine eigenen Designs drucken oder in Kleinstauflagen produzieren. Märkte, Pop-up-Stores und ebenfalls Etsy sind passende Vertriebskanäle für den Start.
Du hast ein Thema, in dem du dich auskennst – z. B. Kochen, Gärtnern, Selbstorganisation oder Nähen? Dann entwickle daraus ein E-Book! Die Einstiegshürde ist gering, und du brauchst kein Verlagshaus – über Selfpublishing-Plattformen wie Amazon KDP kannst du dein Wissen digital vertreiben und bei Erfolg sogar passive Einnahmen generieren.
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„Gerade beim Verkauf handgemachter Produkte über Etsy oder eigene Shops unterschätzen viele den steuerlichen Aufwand – auch kleine Einnahmen gelten als gewerbliche Einkünfte und müssen erfasst werden.“
– Sophia, Accountable Steuer-Coach
Als virtuelle:r Assistent:in unterstützt du Unternehmen oder Selbstständige bei Aufgaben wie Terminplanung, E-Mail-Management, Recherchen oder Rechnungsstellung – alles bequem von zuhause aus. Besonders gefragt sind VA-Dienstleistungen bei Coaches, Berater:innen und kleinen Teams, die sich administrative Entlastung wünschen. Du entscheidest, welche Aufgabenbereiche du abdecken möchtest und kannst dich auch spezialisieren.
Viele kleinere Unternehmen suchen jemanden, der ihre Website modern, funktional und schnell umsetzt – dabei greifen sie nicht unbedingt auf eine große Agentur zurück. Mit Kenntnissen in WordPress, HTML/CSS oder gängigen Pagebuildern kannst du als selbstständige:r Webdesigner:in einen lukrativen Einstieg schaffen. Besonders wichtig: Zuverlässigkeit, gutes Briefing-Verständnis und ein Auge fürs Design.
Instagram, LinkedIn & Co. sind für viele Betriebe Pflicht – doch nicht alle haben Zeit oder Lust, regelmäßig Inhalte zu posten. Als Social-Media-Manager:in erstellst du Redaktionspläne, planst Beiträge vor und interagierst im Namen deiner Kund:innen. Das Spannende: Je nach Nische kannst du deine eigene Tonalität entwickeln und viel Kreativität einbringen.
Wenn du etwas besonders gut kannst – sei es Excel, Yoga, Fotografie oder Stressmanagement – kannst du dein Wissen als Online-Kurs oder Live-Coaching weitergeben. Die Einstiegsmöglichkeiten als Coach sind vielfältig: Du kannst auf bestehenden Plattformen wie Udemy starten oder dir nach und nach deine eigene Community aufbauen. Wichtig sind ein klares Thema und eine gut strukturierte Vermittlung.
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Viele kleine Unternehmen sind neugierig auf KI-Tools wie ChatGPT, Notion AI oder Midjourney – wissen aber nicht, wie sie diese sinnvoll einsetzen können. Wenn du technikaffin bist und selbst schon Erfahrung mit KI-gestützten Prozessen hast, kannst du hier echten Mehrwert bieten. Besonders gefragt: Schulungen, Tool-Einführungen und die Entwicklung effizienter Workflows.
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„Wer digitale Dienstleistungen an Geschäftskunden im EU-Ausland erbringt – etwa als VA, SEO-Texter:in oder Webdesigner:in – muss das Reverse-Charge-Verfahren anwenden: Dann schuldet der Leistungsempfänger die Umsatzsteuer, nicht du. Wichtig: Die USt-IdNr. des Kunden muss vorliegen und korrekt geprüft werden.“
– Sophia, Accountable Steuer-Coach
Worte verkaufen – das ist die Kunst guter Werbetexter:innen. Ob Produktbeschreibungen, Website-Texte, Newsletter, Slogans oder als Autor:in: Unternehmen suchen laufend nach Menschen, die Inhalte schreiben, die nicht nur informieren, sondern überzeugen. Wenn du gut formulieren kannst, neugierig bist und dich schnell in neue Themen einarbeitest, kannst du hier auch ohne großes Startbudget durchstarten.
Du hast einen genauen Blick für Sprache, Rechtschreibung und Stil? Dann ist ein Korrektorats- oder Lektoratsservice für dich vielleicht das Richtige. Ob Abschlussarbeiten, Manuskripte oder Webtexte – gerade Freiberufler:innen, Autor:innen oder Studierende sind oft froh über professionelles Feedback. Tools wie DeepL Write oder Duden-Mentor können deine Arbeit zusätzlich unterstützen.
Oder sprichst du mehrere Sprachen fließend? Dann kannst du dich als Übersetzer:in selbstständig machen – etwa für Webseiten, Werbematerialien, E-Books oder technische Dokumente. Besonders gefragt sind Kombinationen mit Englisch, Spanisch, Französisch oder Portugiesisch. Wer professionell arbeiten will, sollte neben Sprachgefühl auch ein gutes Gespür für kulturelle Nuancen mitbringen.
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Podcasts boomen – aber nicht jede:r möchte sich mit Technik, Schnitt und Upload beschäftigen. Wenn du dich mit Audio auskennst, kannst du Schnitt, Intro/Outro-Erstellung und das Einpflegen auf Plattformen übernehmen. Auch Transkriptionen oder Shownotes sind oft gefragt. Ein stilles Homeoffice und ein gutes Gehör sind hier Gold wert.
Viele Unternehmen vergeben ihren Kundensupport an freie Mitarbeitende – z. B. für Bestellannahmen, Terminvergabe oder technische Erklärungen. Du arbeitest dabei meist mit einem klaren Leitfaden, brauchst aber ein freundliches Auftreten, Verlässlichkeit und gute Kommunikationsfähigkeit. Dieser Job ist ideal für Menschen, die gerne mit anderen sprechen – aber trotzdem flexibel von zuhause arbeiten möchten.
"Texter:innen und Übersetzer:innen zählen steuerlich meist zu den Freiberufler:innen – das bedeutet: keine Gewerbeanmeldung nötig, aber trotzdem vollständige Buchführung und ggf. Umsatzsteuer.“
– Sophia, Accountable Steuer-Coach
Viele kleine Unternehmen haben keine eigene IT-Abteilung – aber immer wieder technische Fragen. Wenn du dich mit Netzwerken, Software, Servern oder Updates auskennst, kannst du als externer IT-Support helfen. Oft genügt ein Laptop und Fernzugriff. Besonders gefragt sind zuverlässige Lösungen bei akuten Problemen – und klare Kommunikation auf Augenhöhe.
Shop-Systeme wie Shopify, WooCommerce oder Etsy bieten viele Funktionen – aber nicht jede:r schöpft sie aus. Du kannst dich darauf spezialisieren, bestehende Shops zu verbessern: bessere Produktseiten, schnellere Ladezeiten, optimierte Prozesse. Wer sich mit Shop-Design, SEO und Plugins auskennt, kann viel bewirken – vor allem bei kleinen, wachstumsorientierten Marken.
Wenn du Excel liebst, mit Tools wie Google Looker Studio (ehem. Data Studio) oder Power BI umgehen kannst und ein analytisches Verständnis mitbringst, bist du hier richtig. Viele Firmen wollen ihre Zahlen besser verstehen – sei es in Marketing, Vertrieb oder Finanzen. Du unterstützt bei der Visualisierung, Auswertung und Interpretation – alles bequem von zuhause aus.
Programmierkenntnisse lassen sich hervorragend von zuhause aus einsetzen – z. B. für die Entwicklung von Webanwendungen, mobilen Apps oder Schnittstellen. Besonders als Freelancer:in kannst du projektweise arbeiten und deine Spezialisierung frei wählen: Frontend, Backend, Fullstack oder UX/UI. Wichtig sind dabei eine solide Arbeitsweise und eine gute Kommunikation mit Auftraggeber:innen.
➡️ Selbstständig machen als Softwareentwickler – so geht’s
Wer komplexe Sachverhalte klar und verständlich erklären kann, ist als technische:r Redakteur:in gefragt. Du erstellst z. B. Anleitungen, Benutzerhandbücher oder Produktdokumentationen – oft für Software, Maschinen oder Dienstleistungen. Diese Arbeit erfordert Sorgfalt, Struktur und ein gutes Verständnis für Technik – aber kein eigenes Büro.
„Wer nebenberuflich im IT-Bereich arbeitet, etwa als Webentwickler:in oder im Support, sollte früh prüfen, ob das als gewerbliche oder freiberufliche Tätigkeit gilt – denn das wirkt sich auf Steuererklärung, Buchführung und Kammerpflicht aus.“
– Sophia, Accountable Steuer-Coach
Die Nachfrage nach digitaler Nachhilfe ist riesig – nicht nur für Schüler:innen, sondern auch für Erwachsene. Du kannst über Plattformen wie Superprof oder direkt per Zoom unterrichten, z. B. in Mathe, Englisch, Musik oder BWL. Alles, was du brauchst, ist fachliches Know-how, eine stabile Internetverbindung und ein gutes Gespür für Lernende. So machst du dich als Nachhilfelehrer:in selbstständig.
E-Learning boomt – und Lernplattformen suchen laufend nach Fachkräften, die digitale Kursinhalte entwickeln, Skripte überarbeiten oder Communitys moderieren. Wenn du strukturiert denken kannst und gerne Wissen aufbereitest, kannst du hier auch als Quereinsteiger:in punkten. Besonders spannend: die Kombination aus didaktischem Denken und technischem Verständnis.
Du kennst dich mit Bewerbungen, Lebensläufen oder Vorstellungsgesprächen aus? Dann hilf anderen dabei, den nächsten Karriereschritt zu meistern – z. B. mit Coaching-Angeboten, CV-Optimierung oder Interviewtrainings. Deine Zielgruppe können Berufseinsteiger:innen, Menschen im Quereinstieg oder Fachkräfte sein, die sich beruflich neu orientieren.
Wenn du eine entsprechende Ausbildung hast oder dich in diesem Bereich weiterbildest, kannst du auch als Eltern- oder Familiencoach tätig werden. Viele Familien schätzen es, wenn sie sich in einem geschützten Rahmen beraten lassen können – zu Themen wie Erziehung, Schulstress oder Alltagsorganisation. Einfühlungsvermögen und Klarheit sind hier entscheidend.
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Immer mehr Menschen wünschen sich unabhängige Beratung – also ohne Verkaufsdruck und Produktbindung. Wenn du dich mit Finanzplanung, Absicherung oder Altersvorsorge auskennst, kannst du dein Wissen als Honorarberater:in anbieten. Wichtig ist hier Seriosität, Transparenz und ein echtes Interesse an den Bedürfnissen deiner Kund:innen.
„Coachings, Nachhilfe oder Beratung gelten steuerlich oft als freiberufliche Tätigkeiten – aber nur, wenn du Wissen vermittelst. Sobald du Produkte verkaufst oder Plattformen betreibst, kann eine Gewerbeanmeldung nötig sein.“
– Sophia, Accountable Steuer-Coach
Die passende Geschäftsidee ist oft nur der Anfang. Wenn du für dich klarer siehst, wohin die Reise gehen soll, kommt es auf eine gute Vorbereitung an – fachlich, steuerlich und organisatorisch.
💡Sophia's Tipp: Wenn du es erstmal langsam angehen möchtest und dein Angestelltenleben nicht komplett aufgeben willst, kannst du mit diesen Geschäftsideen für zuhause auch erstmal die nebenberuflicher Selbstständigkeit probieren.
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Und ob Gewerbegründung und -anmeldung, Tipps zums Businessplan oder Steuerpflichten im ersten Jahr als Selbstständige:r: Im Accountable-Blog findest du konkrete Hilfen zu allen wichtigen Themen rund um den Start in die Selbstständigkeit.
Autor - Tino Keller
Tino Keller ist der Mitbegründer von Accountable und möchte damit Steuern und Finanzen für Selbstständige revolutionieren.
Wer ist Tino ?Danke für dein Feedback!
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